Was ist Hyperhidrose?

Als Hyperhidrose bezeichnet man eine krankhafte Schweißproduktion, die meist so ausgeprägt ist, dass sich die Betroffenen im Alltag unwohl oder eingeschränkt fühlen. Schwitzen ist eine natürliche Körperfunktion, die der Kühlung dient. Bei Hyperhidrotikern werden die Schweißdrüsen durch eine Fehlfunktion des vegetativen Nervensystems zu stark angeregt. Ab der Pubertät tritt Hyperhidrose bei den betroffenen Personen verstärkt auf. Hohe Temperaturen, Stress, körperliche Anstrengung und Nervosität können die Auslöser sein.

 

 

Hyperhidrose – was kann man dagegen tun?

Hyperhidrose kann auch durch Hormonstörungen oder eine Schilddrüsenüberfunktion entstehen. In den Wechseljahren und bei der Einnahme von Hormonen oder bestimmten Medikamenten kann es zur Hyperhidrose kommen. Folglich sollte in jedem Fall über einen Arzt abgeklärt werden, wo die Ursache für das übermäßige Schwitzen liegt. Als natürliches Mittel werden Salbeitee oder Salbeitabletten verabreicht. Der Verzicht auf Alkohol, Kaffee, Zigaretten und scharfe Gewürze wirkt zusätzlich positiv.

Hyperhidrose – welche Therapien versprechen Erfolg?

Schwitzen unter den Armen kann mit verschiedenen Behandlungsmethoden erfolgreich kontrolliert werden. Das wohl häufigste Mittel ist die Verwendung eines Antitranspirants oder Antiperspirants mit hoch dosiertem Aluminiumchlorid oder einem Aluminiumchloridhexahydratanteil von bis zu 25 %. Diese Mittel sind in der Apotheke erhältlich und sollten streng nach Anweisung dosiert werden. Auch ein operativer Eingriff kann in Einzelfällen Linderung verschaffen.1

Das Unterspritzen mit Botulinumtoxin – besser als Botox bekannt – und ein medizinisches Verfahren mit Gleichstrom, die sogenannte Iontophorese sind ebenfalls erfolgsversprechend. Ein Arzt kann nach eingehender Untersuchung die optimale Lösung für den Einzelfall finden.

 

1http://www.dhhz.de/schwitzen/achseln/